Ratgeber
Kellerregal planen: Maße, Abstände und Befestigung
Dieser Artikel wurde vollständig mit KI (Claude von Anthropic) erstellt und vor der Veröffentlichung automatisch geprüft, aber nicht von einem Menschen gegengelesen. Bitte prüfe Maße, Traglasten und Befestigung anhand der Herstellerangaben. Verantwortlich: siehe Impressum · So entstehen unsere Artikel
Ein Kellerregal planst du in vier Schritten. Zuerst misst du die Wand samt Rohren, Fenstern und Zählern aus. Dann legst du Bodentiefe und Regalhöhen nach dem fest, was du lagern willst. Zuletzt wählst du Dübel passend zur Wand, meist Beton oder Kalksandstein. In diesem Ratgeber gehst du jeden Schritt durch und siehst, wie dir die Raumvorlage „Keller“, die Wandansicht mit Hindernissen und die Einkaufsliste im Planer die Arbeit abnehmen.
Bestandsaufnahme: Was du vor der Planung messen solltest
Kellerwände sind selten leer. Wasserleitungen, Heizungsrohre, Abwasserrohre, Kabelkanäle, Sicherungskasten, Zähler und das kleine Kellerfenster bestimmen, wo ein Regal überhaupt hinpasst. Nimm dir deshalb zuerst einen Zollstock, Papier und Stift und skizziere die Wand.
Miss die Wandbreite, die Raumhöhe bis zur Decke und die Lage jedes Hindernisses. Notiere für jedes Rohr oder jeden Kasten den Abstand von der linken Raumecke, den Abstand vom Boden und wie weit es von der Wand absteht. Gerade bei Rohren, die quer über die Wand laufen, entscheidet diese Höhe später darüber, wo die Wandschienen enden müssen.
Prüfe auch, woraus die Wand besteht. In vielen Kellern findest du Beton oder Kalksandstein, manchmal auch Vollziegel. Beton ist grau, glatt und sehr hart beim Bohren. Kalksandstein erkennst du an hellen, gleichmäßigen Steinen mit Fugen. Bei unverputzten Wänden siehst du das sofort, bei verputzten hilft ein Blick in einen Nebenraum oder auf alte Bohrlöcher.
- Wandbreite und Raumhöhe
- Position und Tiefe aller Rohre, Zähler und Kästen
- Lage und Höhe des Kellerfensters, auch der Öffnungsbereich nach innen
- Lage der Tür und ihr Schwenkbereich
- Wandmaterial und ob die Wand trocken ist
Keller im Planer anlegen: Vorlage und Hindernisse
Am schnellsten startest du mit der Raumvorlage „Keller“ im Planer. Sie gibt dir einen fertigen Grundriss, den du an deine gemessenen Maße anpasst. Tür und Fenster ziehst du per Drag & Drop an die richtige Stelle. Rohre, Zählerkästen oder einen Heizkessel legst du als Hindernisse an.
Dann stellst du die Wandart ein, zum Beispiel Beton oder Vollziegel/Kalksandstein. Das ist wichtig, weil der Planer daraus später die Dübel-Empfehlung im Bohrplan ableitet.
Die Wandansicht mit Maßen ist für den Keller die nützlichste Ansicht. Hier siehst du die Wand von vorn, mit allen Hindernissen in ihrer echten Höhe. Wenn du ein Regal an die Wand ziehst, erkennst du sofort, ob eine Schiene ein Rohr kreuzt oder ein Boden in den Fensterbereich ragt. Im Grundriss kontrollierst du zusätzlich, ob die Bodentiefe noch genug Gehweg lässt, und in der 3D-Ansicht bekommst du ein Gefühl für den fertigen Raum.
Regalhöhen nach Nutzung festlegen
Im Keller lagerst du oft sehr Unterschiedliches: Getränkekisten, Vorräte, Werkzeug, Saisondeko und selten genutzte Umzugskartons. Teile die Wand deshalb in Zonen ein, statt alle Böden im gleichen Abstand zu setzen.
Unten gehört alles Schwere hin, das du nicht heben willst. Lass den untersten Boden etwas über dem Kellerboden, damit du darunter wischen kannst und die Ware bei Feuchtigkeit nicht direkt auf dem Boden steht. In Griffhöhe, also etwa zwischen Hüfte und Augenhöhe, liegt alles, was du häufig brauchst: Vorräte, Werkzeugkisten, Putzmittel. Oben lagerst du leichte Kisten mit Dingen, die du nur ein- oder zweimal im Jahr holst.
Den Abstand zwischen zwei Böden richtest du nach dem höchsten Teil auf dem Boden plus etwas Luft zum Herausziehen. Miss deine Kisten am besten vorher aus. Im Planer verschiebst du die Böden per Drag & Drop, und sie rasten im Lochraster des gewählten Systems ein. Bei Systemen mit 50 mm Raster, etwa Dolle PRIMESLOT oder Element System CLASSIC 50, springst du in 5-cm-Schritten. Bei 32 mm Raster wie bei Element System CLASSIC 32 oder Elfa Classic kannst du feiner abstufen.
Für einen schnellen Start helfen die Raster-Vorlagen für Böden. Für den Keller passen besonders die Vorlagen „Speisekammer“ für Vorräte, „Werkstatt“ für Werkzeug und Kleinteile oder „Garage“ für große, schwere Kisten. Danach verschiebst du einzelne Böden nach Bedarf.
Bodentiefe für Kisten und Vorräte wählen
Die Bodentiefe ist im Keller oft wichtiger als die Breite. Zu flache Böden lassen Kisten überstehen, zu tiefe Böden verschlucken Dinge in der hinteren Reihe und nehmen Gehweg weg.
Miss die Kisten, die du hauptsächlich lagern willst, und wähle eine Trägertiefe, die etwas tiefer ist als die Kiste. So steht sie sicher und ragt nicht vorn heraus. Für Konserven, Gläser und Flaschen reicht oft eine geringere Tiefe, damit du nichts doppelt hintereinander stellst.
Die verfügbaren Trägertiefen unterscheiden sich je nach System deutlich:
- Dolle PRIMESLOT: 17, 22, 27, 30, 37, 40, 47 und 50 cm
- Element System CLASSIC 50: viele Abstufungen von 15 bis 52 cm
- Element System CLASSIC 32: von 17 bis 57 cm
- OBI Wandschienen-System: von 17 bis 47 cm
- Elfa Classic: 33, 43 und 50 cm
- IKEA BOAXEL: 40 cm
Abstand zu Rohren, Fenstern und Türen
Rohre und Leitungen brauchen Platz. An Ventile, Absperrhähne, Zähler und Revisionsöffnungen musst du jederzeit herankommen, auch wenn das Regal voll ist. Plane die Schienen so, dass sie Rohre nicht kreuzen, und setze keine Böden direkt vor Absperrhähne oder Zähler. Bei warmen Heizungsrohren solltest du empfindliche Vorräte nicht direkt darüber lagern.
Läuft ein Rohr quer über die Wand, hast du zwei Möglichkeiten: Du lässt die Schienen unterhalb des Rohrs enden und nutzt kürzere Schienen, oder du planst das Regal neben dem Rohrbereich. Die Schienenlängen findest du in den Katalogdaten. Bei Dolle PRIMESLOT gibt es 50, 100, 150 und 200 cm, bei Element System CLASSIC 50 zusätzlich sehr kurze Stücke mit 7 und 15 cm.
Das Kellerfenster sollte sich weiter öffnen lassen. Achte darauf, dass kein Boden in den Schwenkbereich des Flügels ragt und das Fenster zum Lüften frei bleibt. Gerade im Keller ist regelmäßiges Lüften wichtig, und Regale direkt vor dem Fenster behindern die Luftzirkulation. Auch der Schwenkbereich der Tür bleibt frei.
Lass zwischen Regalrückseite und feuchter Außenwand nach Möglichkeit etwas Luft. Bei Wandschienensystemen stehen die Böden ohnehin auf Trägern vor der Wand. Bei Standregalen wie IKEA IVAR oder SCHULTE MULTIplus rückst du das Regal einfach nicht ganz an die Wand.
Der Planer prüft beim Platzieren automatisch die Schienenabstände und die Überstände der Böden und zeigt einen Warnhinweis, wenn etwas nicht passt. Wie weit die Schienen auseinanderstehen dürfen, liest du im Ratgeber Wandschiene Abstand nach.
System und Material für den Keller wählen
Im Keller zählt Robustheit mehr als Optik. Bei erhöhter Luftfeuchtigkeit sind verzinkte Oberflächen eine gute Wahl. Laut Katalogdaten gibt es eine verzinkte Ausführung unter anderem bei Dolle PRIMESLOT, Elfa Classic, Spur Steel-Lok, SCHULTE MULTIplus und IKEA IVAR.
Wandschienen sind sinnvoll, wenn der Boden frei bleiben soll, etwa zum Wischen oder bei gelegentlicher Feuchtigkeit. Standregale wie SCHULTE MULTIplus brauchen keine Bohrlöcher in der Wand und gibt es mit Ständerhöhen bis 400 cm, was bei hohen Kellern hilfreich ist. Prüfe aber immer, ob das Regal laut Hersteller an der Wand gesichert werden muss.
Wie viel jeder Boden trägt, hängt von System, Bodenbreite, Träger und Befestigung ab. Halte dich an die Herstellerangaben. Der Planer zeigt dir die maximale Traglast je Boden an, warnt aber nicht, wenn du mehr einlagerst. Schwere Getränkekisten und volle Werkzeugkoffer solltest du deshalb bewusst unten und auf ausreichend kurze Spannweiten verteilen.
Befestigung in Beton und Kalksandstein
Bevor du bohrst, prüfst du jede Bohrstelle mit einem Leitungssucher auf Strom- und Wasserleitungen. Im Keller laufen Leitungen oft auch unter Putz quer über die Wand. Im Zweifel holst du dir eine Fachkraft dazu. Verwende Dübel und Schrauben so, wie es der Dübel- und der Regalhersteller vorgeben.
Beton: Du bohrst mit Bohrhammer oder Schlagbohrmaschine und Steinbohrer. Üblich sind Nylon-Universaldübel 6 mm, bei schweren Lasten 8 mm. Das Bohrloch sollte rund 10 mm tiefer als der Dübel sein. Blase es danach aus. Zum 6er Dübel passt eine Schraube mit 4–5 mm, zum 8er Dübel eine mit 5–6 mm.
Kalksandstein und Vollziegel: Hier bohrst du mit Schlag und Steinbohrer. Auch hier passen Nylon-Universaldübel 6 mm, bei schweren Lasten 8 mm. Das Bohrloch wird ebenfalls rund 10 mm tiefer gebohrt und ausgeblasen. Bohre nicht in die Mörtelfuge, sondern in den Stein. Verschiebe die Schiene im Zweifel ein Lochrasterstück, damit die Bohrung im Stein sitzt.
Ist ein Teil deines Kellers in Trockenbau abgetrennt, gelten andere Regeln. Was dort zu beachten ist, steht im Ratgeber Regal an Rigipswand befestigen.
Bohrplan und Einkaufsliste aus dem Planer
Wenn die Planung steht, erzeugt der Planer einen Bohrplan mit Maßen. Du siehst, wo jedes Loch hinkommt, welche Dübel zur eingestellten Wandart passen und welches Werkzeug du brauchst. Drucke den Plan aus und nimm ihn mit in den Keller. So überträgst du die Maße direkt an die Wand.
Die Stückliste zeigt dir alle Teile, also Schienen, Träger und Böden, mit Händlern, bei denen das System erhältlich ist. Mit dem Preisvergleich zwischen Systemen spielst du durch, welches Regalsystem für deine Wand am günstigsten ist. Brauchst du Böden auf Maß, hilft dir die Zuschnittliste. Die Liste kannst du drucken oder als CSV exportieren.
Probier es direkt aus: Lege im Planer deine Kellerwand an, zieh ein Regal an die Wand und lass dir Bohrplan und Einkaufsliste erstellen. Der Planer ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Deine Planung bleibt im Browser gespeichert. Per Link oder QR-Code teilst du sie mit jemandem, der beim Aufbau hilft. Planst du auch die Garage, findest du Tipps im Ratgeber Garagenregal an der Wand planen.
Häufige Fragen
Welche Bodentiefe ist für ein Kellerregal sinnvoll?
Das hängt von deinen Kisten ab. Miss sie aus und wähle eine Trägertiefe, die etwas größer ist. Je nach System gibt es Tiefen bis 50 cm oder mehr, bei Element System CLASSIC 32 zum Beispiel bis 57 cm.
Welche Dübel brauche ich für Beton oder Kalksandstein?
Üblich sind Nylon-Universaldübel 6 mm, bei schweren Lasten 8 mm. Maßgeblich sind immer die Angaben des Dübel- und des Regalherstellers. Bei Kalksandstein bohrst du nicht in die Fuge.
Wie gehe ich mit Rohren an der Kellerwand um?
Trage die Rohre im Planer als Hindernisse ein und plane Schienen so, dass sie keine Rohre kreuzen. Ventile, Zähler und Absperrhähne müssen frei zugänglich bleiben.
Zeigt der Planer an, wenn ein Boden überladen ist?
Nein. Der Planer zeigt die maximale Traglast je Boden an, warnt aber nicht vor Überlast. Halte dich an die Herstellerangaben.